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Archive for April 2012

Abuela Grillo – Wasserprivatisierung in Bolivien

April 21, 2012 1 Kommentar

Die Internetseite zum Video: http://abuegrillo.blogspot.com/ (spanisch)

Im Jahr 2000 kam es in Bolivien unter dem damaligen Präsidenten (und ehemaligen Diktator) Hugo Banzer zu Wasserprivatisierungen. In der Stadt Cochabamba wurde die Wasserversorgung von dem us-amerikanischen Multi Bechtel übernommen, was eine Erhöhung der Wasserpreise und sogar ein Verbot der kostenlosen Regenwassernutzung mit sich brachte.

Darauf antwortete die Bevölkerung mit heftigen Protesten und Unruhen, die solange anhielten, bis die Regierung die Privatisierung rückgängig machte.

Über dieses Ereignis wurde 2009 von bolivianischen und internationalen Trickfilmzeichnern ein Video produziert, 12 Minuten lang und sehr sehenswert. Wer schon einmal in Bolivien war, wird sich beim Ansehn des Videos sofort an seine dort erlangten Eindrücke zurück erinnern…

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Trailer zu Kinofilm über Landkonflikte in Paraguay

Der Dokumentarfilm Raising Resistance von Bettina Borgfeld und David Bernet erzählt vom Kampf der Campesinos, der Kleinbauern Paraguays, gegen die sich immer aggressiver im Land ausbreitende Gen-Soja-Produktion und beschreibt anhand dieses Konfliktes die globalen Auswirkungen, die der Einsatz modernster Gentechnik im 21. Jh. auf Mensch und Natur hat. Eine Parabel über das Verdrängen von Leben, von Menschen, von der Vielfalt der Pflanzen und Kulturen. Und darüber wie Widerstand entsteht, sowohl beim Menschen als auch in der Natur. (1)

Mehr Infos und Kinotermine auf:

http://raising-resistance.info/

Chile heute, Folgen des Neoliberalismus und Studentenproteste

Chile wird heute als fortschrittliches, entwickeltes Land dargestellt – zumindest im südamerikanischen Vergleich. Treffender muss man Chile aber als ein Land beschreiben, in dem die Implementierung des Neoliberalismus zu Zuständen geführt hat, die allenfalls als abschreckendes Beispiel dienen können.

- "Der Neoliberalismus funktioniert nicht in Lateinamerika...er hat ausschliesslich zur Ausplünderung geführt"
- "Aber das war ja gerade der Plan, oder etwa nicht?"

Mit dem Militärputsch gegen die Allende-Regierung im Jahre 1973 sicherte sich die USA absoluten Einfluss auf die chilenische Politik und benützte die Pinochet-Diktatur, um weltweit erstmals den Neoliberalismus in einem Land einzuführen – Chile wurde so zum Laboratorium einer Wirtschaftstheorie, die die Kapitalistenklasse extrem begünstigt, die grosse Mehrheit der Bevölkerung dabei aber leer ausgeht.

Ab 1973 kam es dementsprechend zu umfassenden Privatisierungen nahezu aller staatlichen Sektoren und Betriebe (Banken, Rohstoffvorkommen, Gesundheits-, Renten-, Bildungssystem, Strassen, Land,…), Arbeiterrechte wurden eingeschränkt, die Wirtschaft wurde liberalisiert und für ausländische Unternehmen und Investitionen geöffnet.

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