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Die Schlacht um Chile

Der chilenische Filmproduzent Patricio Guzmán zeichnete verschiedene Ereignisse in den Jahren der Allende-Regierung (’70-’73) auf und produzierte nach dem Militaerputsch im Exil in Kuba lebend die Dokumentarfilmtrilogie „Die Schlacht um Chile – Der Kampf eines Volkes ohne Waffen“. Die Filme sind ein sehenswertes Zeugnis dieser interessanten und traurigen Zeit der Geschichte des Landes.

Inhalt und Filmausschnitte der drei Teile:

Teil 1: Aufstand der Bourgeoisie
„Allende beginnt seine Präsidentschaft mit tiefgreifenden sozialen und politischen Reformen. Die Unidad Popular stößt dabei vom ersten Tag an auf den militanten Widerstand der Rechten. Doch die Zustimmung des Volks wächst. Bei der Wahl im März 1973 gewinnt die Unidad Popular mit weitem Abstand. Für die USA und die chilenische Rechte ist dies das Startzeichen, um den Militärputsch vorzubereiten.“ (Filmausschnitte aus dem 1.Teil)

Teil 2: Der Putsch
„Seit den Parlamentswahlen vom März kommt es fast täglich zu Straßenkämpfen. Die rechtsradikale Patria y Libertad erschießt linke AktivistInnen, setzt Büros der Unidad Popular in Brand und schickt ihre Schlägerbanden in Gewerkschaftshäuser. Das US-amerikanische State Department finanziert einen landesweiten Streik der Transportunternehmen. Gleichzeitig nehmen die Auseinandersetzungen innerhalb der Regierungskoalition zu. Die außerparlamentarische Linke sieht das Experiment eines friedlich-parlamentarischen Transformationsprozesses zum Sozialismus gescheitert und plädiert für den bewaffneten Kampf von ArbeiterInnenmilizen. Die Entscheidung fällt in Washington. Am 11. September bombardiert die Armee den Präsidentenpalast Moneda.“ (Filmausschnitte aus dem 2. Teil)

Teil 3: Die Macht des Volkes
„Dieser Teil zeigt die Aktivitäten jener Bewegungen, die die eigentliche Massenbasis der Volksfrontregierung repräsentieren: Die kommunalen Gemeindeläden, die die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen, die BäuerInnenkollektive, die die Städte mit Lebensmitteln versorgen, die ArbeiterInnenkommissionen, die die Arbeit in den Fabriken aufrecht erhalten, während die Besitzer_innen die Produktion stilllegen wollen. Diese Institutionen, meist spontan entstanden und vergleichbar jenen der spanischen Republik, sind die eigentliche Macht des Volkes — ein Staat im Staat und nach dem Militärputsch prioritäres Ziel der Verfolgung durch die Junta..“ (Filmausschnitte aus dem 3. Teil)

Links:

Film und Buch (zum Bestellen) in der Bibliothek des Widerstands

Informationen ueber die Zeit der Allende-Regierung, den Putsch und die darauffolgende Diktatur

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